Altersabteilung

Wer von der Einsatzabteilung in die Altersabteilung wechselt, findet im Kreise seiner Feuerwehr weiterhin ein soziales Umfeld, das von gelebter Kameradschaft geprägt ist. Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann ist man bis zu seinem Lebensende. Jugendfeuerwehr, Einsatzabteilung und Altersabteilung sind in der Regel ein aufeinander folgender Ablauf des Feuerwehrlebens.

In die Altersabteilung aufgenommen werden diejenigen Kameradinnen und Kameraden, welche infolge Überschreitens der Altersgrenze keinen aktiven Feuerwehrdienst mehr leisten dürfen. Außerdem können auch auf Antrag Kameradinnen und Kameraden welche das 55. Lebensjahr vollendet haben und keinen aktiven Dienst mehr leisten können, oder wollen, durch Ausschussbeschluss in die Altersabteilung übernommen werden.

Gesellschaftliche und kameradschaftliche Anlässe prägen das Miteinander der Altersabteilungen in unseren Feuerwehren. Sei es ein Ausflug oder eine Wanderung, sei es der Kameradschaftsabend, die Weihnachtsfeier, der Geburtstag eines Feuerwehrkameraden, man trifft sich und man fühlt sich wohl. Wo Not und Kummer das Leben prägen, hilft man sich oft.

Das Leben in den Altersabteilungen kann aber auch mehr als nur das gesellschaftliche und kameradschaftliche Miteinander sein. Durch die Festlegung im Feuerwehrgesetz, dass mit dem 65. Geburtstag das Alter mit seinen Risiken und Beschwerden die Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung grundsätzlich beendet, hieß es bisher: Das war’s. Von „100“ mit einer Vollbremsung auf „Null“, so wird es bisher meist gelebt.

Für den Einsatzdienst vor Ort gilt dies auch weiterhin. Das Feuerwehrgesetz verbietet aber nicht, dass die Feuerwehrangehörigen in den Altersabteilungen vielfältige andere anstehende Aufgaben erledigen können. Zum Beispiel Aufgaben, die das Einsatzgeschehen erst ermöglichen oder die zur Brandschutzaufklärung notwendig sind.

Das Innenministerium Baden- Württemberg hat in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband die Broschüre „65 Plus, Senioren aktiv in unseren Feuerwehren“ herausgegeben und hierin Beispiele aufgezeigt, wie erfahrene, aus den Einsatzabteilungen ausgeschiedene Mitglieder in die Aufgabenerledigung der Gemeindefeuerwehren eingebunden werden können, um die Angehörigen der Einsatzabteilungen, wo es gewünscht ist, zu unterstützen und zu entlasten. Mit der Konzeption „65plus – Senioren aktiv in unseren Feuerwehren“ soll nach dem Vorwort des damaligen Innenministers in der Broschüre in den Altersabteilungen ein neuer Weg beschrieben werden, die Seniorinnen und Senioren sollen stärker in die originäre Aufgabenbewältigung unserer Feuerwehren einbezogen werden. Die Broschüre zeigt Beispiele der Tätigkeitsfelder auf. Zweckmäßigkeit, Bedarf und Notwendigkeit muss natürlich bei Bedarf im Einzelfall geprüft werden.

Nach wie vor steht aber im Mittelpunkt der Altersabteilung das gesellige Miteinander. Die Alterskameraden gestalten ihre Dienste selbstständig. Regelmäßig nehmen wir an Veranstaltungen der Gesamtwehr, wie Hauptversammlung, Neujahrsempfang und Kameradschaftsabend teil. Außerdem werden abteilungsbezogen Abteilungsversammlungen und sonstige Abteilungsveranstaltungen, wie Wanderungen und Weihnachtsfeiern, besucht.

Auch wenn die Kameraden der Altersabteilung keinen aktiven Feuerwehrdienst mehr leisten, sind sie bei der Einsatzabteilung gern gesehen. An Versammlungen und sonstigen Dienstabenden nehmen interessierte Alterskameraden gerne teil und informieren sich über die Neuerungen im Feuerwehrwesen. Die Aktiven freuen sich auch über die tatkräftige Unterstützung aus den Reihen der Altersabteilung bei Veranstaltungen und Festen, wie z.B. beim Tag der offenen Tür, Kommandantendienstversammlungen, Abnahmeprüfungen Leistungsabzeichen und dergleichen.

Das Angebot des Kreisfeuerwehrverbandes für die jährlichen Ausflüge der Alterskameraden der Stadt- und Kreisfeuerwehren mit Frauen wird gerne angenommen.

Vierteljährlich treffen wir uns mit unseren Frauen, auch Frauen verstorbener Angehöriger werden eingeladen, nachmittags. Hierbei besichtigen wir Firmen, Einrichtungen und Feuerwehren, oder schauen uns alte Bilder oder Filme an. Auch Fachvorträge zu allen Themen des Lebens stehen auf dem Programm.

Ab 2018 treffen sich die Alterskameraden außerdem einmal im Monat abends, parallel zu den Kernstadtübungen. Diese Termine wurden gewählt um den Kontakt zu den jüngeren Kameraden zu halten und zu pflegen. Für uns besteht die Möglichkeit bestimmte Tätigkeiten im Haus zu machen, vielleicht mal Gerätschaften oder Vesper o.ä. vorzubereiten, kleine Reparaturarbeiten zu machen, mal bei einer Übung zuzuschauen. Oder aber auch mal gemütlich nur bei einem Getränk zusammenzusitzen. Die Treffen sind auf freiwilliger Natur, es besteht kein Zwang und es gibt auch keine Mindestdienste. Den Kameraden der Außenabteilungen steht es wie bisher weiterhin nach Absprache mit den Führungen der Abteilungen frei an den Abteilungsübungen ins dortige Feuerwehrhaus zu kommen.

Leiter Altersabteilung

Stv. Leiter der Altersabteilung

Name
Paul Geiger